Qntal Ozymandias

QNTAL – Ozymandias

Auch mit ihrem vierten Album setzen Qntal wieder Maßstäbe in der stetig größer werdenden Mittelalter-Musikszene. Das liegt allein schon daran, dass sich das Trio nicht auf seinen Lorbeeren ausgeruht hat.
Bestach der Vorgänger, „Qntal III – Lieder über Tristan und Isolde“ noch durch elegisch romantische und überwiegend verträumt balladeske Stücke, denen ein strenges Konzept zugrunde lag, ließ man nun seiner Lust am Komponieren freien Lauf. Deutlich abwechslungsreicher, rhythmischer und percussionlastiger ist „Ozymandias“ geraten.
Der Titel ist lediglich ein Motto. Entlehnt aus einem Gedicht von P.B. Shelley, steht er für die Vergänglichkeit von Macht und Glorie. Der ständige Fluss allen Lebens, das Entstehen und Vergehen, spiegelt sich auch in den Liedern Qntals wieder. Von der lodernden Hymne für die Liebe („Flamma“) bis zur Selbstmörder-Ballade („Remember Me“) deckt das Album all diese Facetten ab.

Mitreißende und atmosphärischen Kompositionen

Ihren Ausdruck finden diese Stimmungen in der außergewöhnlichen Stimme von Sängerin Syrah ebenso, wie in den mitreißenden und atmosphärischen Kompositionen von Michael Popp und Philipp Groth. Dessen moderne elektronische Klangerzeuger harmonieren spielend mit den mittelalterlichen und akustischen Instrumenten Popps. Sie nehmen den Zuhörer mit auf eine Reise in die endlose Welt der Gefühle, teilen Freud und Leid.
Dabei bleiben Qntal ihrem Anspruch treu, nicht auf der Stelle zu treten. So erklingen erstmals zwei Lieder, die nicht aus dem Mittelalter, sondern aus der Renaissance, bzw. dem Barock stammen. Ihrer Vorreiterrolle wird die Band damit einmal mehr gerecht. Auch nach über zehn Jahren im Geschäft, bürgt der Name Qntal noch immer für beste Qualität wenn es um die moderne Interpretation mittelalterlicher Musik geht.
Label: Drakkar
VÖ: 09.05.2005

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